Montag, 15. April 2013

15. April 2013 - Nachwuchs !!!

So hat sich endlich doch die Arbeit der letzten drei Monate gelohnt. Die Ankunft des lang ersehnten Frühlings in Deutschland scheint auch meine Yellow Fire endlich aus dem Winterschlaf gerissen zu haben.

Heute morgen konnte ich endlich die ersten geschlüpften Jungtiere der 'Neons' entdecken.


Und hier zeigt sich zu einem weiteren Male das ein gutes Macro-Objektiv nun doch sehr hilfreich wäre. Die Jungtiere sind ca 1-2mm lang. Hinzu kommt noch das sie sich natürlich, die für den Photographen ungünstigste Stelle im Aquarium ausgesucht haben. Unter der Dachschräge, knapp vor dem Fikusbaum und in der hintersten Ecke des Beckens am Filter.


Insgesamt konnte ich heute morgen etwa 15 Jungtiere entdecken. Allerdings bekommen meine Yellow Fire nun endlich 'Frühlingsgefühle'. Aktuell sind noch weitere fünf Muttertiere tragend.

Nun heißt es nur noch die Kleinen auch durch zu bringen.

14. April 2013 - Wasserwechsel-Zwischenbericht

Wie inzwischen bekannt sein dürfte, war am heutigen Sonntag mal wieder Wasserwechsel angesagt. Bei den inzwischen drei Becken erfordert das tatsächlich schon einiges an Planung und Zeit, immerhin fast drei Stunden heute.

Es muss genug Osmosewasser vorbereitet sein und auch sonstige Ingredienzien wollen vorausschauend bereit gestellt werden. Mit den Aufhärtesalz wurde es diese Woche tatsächlich knapp.

In den beiden 30 Liter Becken muss heute mal ein bisschen mehr Zeit investiert werden da der Pflanzenbewuchs inzwischen sehr stark ist. Vor allem das Javamoos sowie die Vallisneria fühlen sich inzwischen augenscheinlich sehr wohl. Aber auch die 'Rotala Pink' und die 'Rotala Nenjenshan' ergeben inzwischen schon einige Ableger.


Ein kleiner Teil der Pflanzen wird nach akribischer Säuberung in den 60 Liter Cube umziehen. Die anderen sind bereits einem netten AQ-Kollegen aus der Umgebung versprochen.

Die kleinen Cubes sind nun wieder soweit aufgeräumt. Den Garnelen gefällt das sichtlich aber auch die Norman's Leuchtaugen erkunden bereits nach einer halben Stunde das umgestylte Territorium.

Das Garnelensterben der Red Fire konnte eingedämmt werden. Aktuell sind leider nur noch vier Tiere aufzuspüren. Diese werden wohl aber bereits nächste Woche mit 15 Red Fire 'Sakuras' vergesellschaftet.



Zuguter letzt noch ein paar Infos zu dem immer noch einlaufenden 60 Liter Cube. Obwohl ich, genau wie die anderen Becken, bereits von Beginn an nach Anleitung mit NPK, FE-Volldünger und CO2 dünge, ist absolut keine Algenentwicklung zu entdecken. Und das obwohl ich noch keine einzige Putzkolonnen-Einheit in Form von Blasenschnecken entdecken konnte. Bei genauerer Betrachtung der Bilder muss ich mich dahingehend wohl korrigieren. Mit den neuen Pflanzen scheint offensichtlich doch eine einzelne Blasenschnecke mit umgezogen zu sein. ;)


Aufgrund meiner bisherigen Erfahrung kann ich das nur dem Einsatz des Akadama's als Bodengrundfilter zuschreiben. Da bleibt nur zu hoffen das sich das Becken auch weiterhin so kooperativ zeigen wird.

Donnerstag, 4. April 2013

4. April 2013 - 60l, nun doch mit Steinen

Bei dem 60 Liter Cube gibt es diese Woche schon wieder ein paar Neuigkeiten zu berichten. Für euch vielleicht schön zu lesen, für mich wieder einmal ein Zeugnis das ich der wichtigsten Disziplin der Aquaristik immer noch nicht mächtig bin: Geduld. :)

Aus diesem Grund hat sich schon wieder einiges seit den letzten Posts verändert.

Zunächst einmal musste ich feststellen das die gewählte Bodengrundhöhe von 2-3cm groben Akadama und 1-2cm feinerer Körnung nicht genug war. Die Pflanzen treiben bereits auch ohne jegliche mechanische Einwirkung durch Strömung oder gar Schnecken auf. Aus diesem Grund habe ich kurzfristig entschlossen auch die restliche Menge an bereits gesiebten Akadama einzubringen. Nun ist zusätzlich zu dem groben Akadama etwa 3-4cm feineres eingechichtet. Die Gesamthöhe des Bodengrundes beträgt nun also ca 7-8cm.
Die Aquael Circulator 500 Pumpe scheint auch das zu schaffen, allerdings muss diese nun doch bei maximalem Durchfluss betrieben werden um eine einigermaßen ausreichende Strömung zu erreichen.

Noch im letzten oder vorletzten Post habe ich lautstark verkündet das dieses mal keine Steine im Layout Verwendung finden würden. Pustekuchen !! Das Volumen des 60l-Cubes schreit direkt nach einer Kombination von Wurzeln und Steinen. Deswegen habe ich mir diese Woche Drachensteine besorgt. Diese sollen die Wasserwerte so gut wie gar nicht beeinflussen. Allerdings war das Reinigen eben dieser doch eine echte Sauerei ! Drachensteine, zu mindestens ungereinigte, kann ich nur Personen empfehlen, die über einen Garten mit Wasseranschluss und Hochdruckreiniger verfügen. Die Lehmeinschlüsse verhelfen ansonsten allen Eigentumswohnungsbesitzern schnell zu einer neuen Bad- und/oder Wohnungs-Einrichtung :)

Aber das finale Layout ist diese Bemühungen auf jeden Fall wert. Die Drachensteine zaubern schon eine wirklich beeindruckende Optik in so ein kleines Aquarium.







 Nun heist es wirklich die nächsten 4 bis 5 Wochen die Finger still zu halten und an dem Becken erstmal nicht s mehr zu verändern. Die beiden 30er Cubes werden es danken...



Sonntag, 31. März 2013

31. März 2013 - Akadama und die Düngung

Allen fleissigen Lesern ein

fröhliches Osterfest !!

bevor es an's Ostereier-Suchen geht noch schnell am Morgen den Status des 60l Cubes feststellen. Das Wasser ist soweit wieder klar.

Leider hat sich der feine Akadama-Staub aber inzwischen auch an den Pflanzen und Wurzeln abgelegt. Ich hoffe nur das vor allem mein doch sehr sensibles "Fissidens Fontanus" darunter nicht all zu stark leidet.

Sehr interessant ist vor allem die Umstellung der Düngung auf die ich mich wohl einstellen muss. Im Gegensatz zu den anderen Becken bei denen die Nährstoffzährung im Wesentlichen durch die Pflanzen bestimmt wird, scheint der Akadama-Boden alle Nährstoffe wie ein Schwamm aufzusaugen. Die Tagesdüngung am Morgen ist selbst bei dem geringen Bewuchs bereits am Nachmittag nicht mehr nachweisbar.

Ein wenig Recherche im Internet bestätigt diese Befürchtung. Allerdings wird der Bodengrund auch irgendwann gesättigt zu sein. Dann nimmt er kein Nährstoffe mehr auf sondern gibt diese langsam an Wurzelpflanzen ab.

Ich dünge nun weiterhin wie bereits bei den beiden 30l Becken ausschließlich mit dem NPK (Natrium, Phosphat, Kalium) sowie einem Eisenvolldünger von Aqua Rebell genau nach errechneter Tagesdosis allerdings nun eben jeweils Morgens UND Abends. Ob das ausreichend sein wird, wird sich zeigen.

29. März 2013 - Akadama und die Wasserwerte

Der erste Blick heute morgen gilt natürlich dem Cube. Und siehe da, das Wasser ist nahezu kristallklar. Die Filterwirkung und Umwälzleistung scheint also schon mal ausreichend zu sein. Leider habe ich davon keine Bilder gemacht da ich mich beim ersten Kaffee erstmal auf die Messung der Wasserwerte konzentriert habe. Erstaunlich. Ich messe tatsächlich einen Ph-Wert von 5,5-6,0. Das ist beinahe schon zu sauer. Ich gehe aber davon aus das sich dieser Wert einpendeln wird wenn der Boden erstmal ein bisschen "zu Ruhe" gekommen ist. Karbonathärte ist im übrigen nicht mehr nachweisbar. Um den Boden aber nicht zu schnell zu sättigen werde ich aber wohl auch in Zukunft mit Osmosewasser arbeiten.

Natürlich ist man mal wieder unvernünftig ungeduldig. Aber das leere Becken kann ich mir nicht länger so ansehen. Vorausschauend :) habe ich ein paar Mangroven-Wurzeln bereits seit einiger Zeit vorgewässert. Um das Wasser nicht unnötig aufzuhärten wollte ich in diesem "Versuchsbecken" eigentlich keine Steine mehr einsetzen. Aber das ganze war doch sehr kontrastarm weshalb ich doch einen Lava-Lochstein verwende. Dieser härtet allerdings bestimmt auch nicht auf.

Zusätzlich habe ich neben ein paar aufgebundenen Moosen auch zwei kleine Vallisneria eingepflanzt. Ansonsten befinden sich aktuell noch der inzwischen obligatorische Oxidator sowie ein CO2-Diffusor an Bio-CO2 in dem Becken.

Beim Pflanzen und Dekorieren "staubt" der Akadama  übrigens immer noch sehr stark. Ich hoffe nur das dieser Effekt nach einiger Zeit nachlässt da das ganze sonst wenig ansehnlich sein wird sobald man Wasser wechselt oder gärtnern muss.




28. März 2013 - Cube Nr. 3

Heute ist es also dann soweit. Cube Nr. 3 wird aufgestellt. Diesmal ein 60l Cube von Dennerle den ich günstig im Forum erstanden habe. Nach langem Hin und Her wo und vor allem worauf dieser wohl platziert werden könnte war ja eigentlich schon festgestanden das hier nur ein Selbstbau in Frage kommt der im Osterurlaub realisiert werden würde.

Wie aber nun mal der Zufall immer so will bin ich heute morgen über ein Angebot des Hornbach Baumarktes in Fürth gestolpert. Hier wird der Juwel Lido 120 SB in weiß für nicht die üblichen € 69,- sondern nur heute für € 55,- angeboten. Also ehrlich, auch wenn es nicht der absolute Maßschrank und die allererste Wahl in Design ist für mich war so käme ich bei einem Selbstbau alleine mit den Materialkosten an diesen Preis heran.
Also gleich reserviert und am Abend nach der Arbeit abgeholt. Der Aufbau desselben ist im Übrigen mit etwas Erfahrung im "Aufbau schwedischer Möbel" absolut kein Problem. Alles passt und der Schrank ist auch ausreichend stabil.

Nun aber zum eigentlichen Cube. Dieser soll versuchsweise mit einem Bodenfilter betrieben werden. Angetrieben wird der Bodenfilter mit einer Aquael Circulator 500 die ich ja auch bereits in einem der 30l Cubes im Einsatz habe. Leistung sollte das kleine Ding jedenfalls genug haben.

Um eine möglichst gute biologische Filterung zu erreichen ist es wünschenswert den Bakterien eine möglichst große Ansiedelungsfläche zu bieten. Ich habe mich für Bonsai-Erde, sogenannten Akadama, entscheiden. Vor allem aber die wasserverändernden Eigenschaften dieses Boden machen ihn sehr interessant. So soll er dem Wasser ungewollte Karbonathärte entziehen und den Ph-Wert stark senken. Für den geplanten Besatz mit Bees sehr wünschenswert.

Der gesiebte und separierte Akadama wird erstmal in grober Körnung auf den Bodenfilter aufgebracht. Ich habe etwa 1,5-2cm eingebracht. Darüber kommt dann nochmal eine etwa 2-3cm dicke Schicht des feineren Granulats.


Dann wird erstmal testweise nicht aufgehärtetes Osmosewasser eingefüllt. Dieses hat im Ausgangszustand einen Ph-Wert von 7.2 und eine Leitfähigkeit von ca. 24µS. Der Karbonathärtetest gibt ca 1 dKH an.

Beim Befüllen wird ersichtlich das das Sieben am Vortag nicht die aller schlechteste Idee war. Das Wasser trübt sich sofort sehr stark ein.


Als kleinen Tipp bei dem Umgang mit Akadama würde ich das nächste mal mehr Aufmerksamkeit auf die Verunreinigungen mit Holzresten legen. Ich denke über die Einlaufphase werde ich mit diesen noch einige "Freude" haben. Ich hoffe nur das diese nicht zu stark gammeln.

Nun ist erstmal Feierabend. Morgen werden dann erstmal Wasserwerte getestet.



Mittwoch, 27. März 2013

27. März 2013 - Akadama ... Der günstige Soil

Heute kam der bereits ersehnte Akadama an. Akadama an sich ist eine gebrannte Vulkanerde die primär als Bonsaierde Verwendung findet. Besonders die Ph-senkende Wirkung der Erde macht Sie auch für die Garnelen-Haltung sehr interessant. Darüber hinaus ist die Oberflächenstruktur von Akadama sehr porös, was der Bakterienansiedelung sehr zugute kommt.

Ich persönlich habe mich, anstatt der überall angepriesenen Soils ala Andvance Soil vo H.E.L.P oder Environment Soil, zunächst für Akadama aus Kostengründen entschieden. Über Amazon oder Ebay bekommt man Akadama sehr günstig. Ich habe mich für das Angebot von Minoru Bonsai von 16€ für 15kg bei Amazon entschieden. Ausgewiesener Aquarium-Soil kostet gerne mal 30 Euro für unter 10 kg !


Das Akadama von Minoru Bonsai ist aber eben genau auf die Anforderungen von Bonzais ausgelegt und mit einer Körnung von bis zu 5mm eigentlich zu grob für den Einsatz in einem Garnelenbecken.
Aus diesem Grund müssen die 15kg wohl oder übel manuell gesiebt werden :)

Für die erste Stufe 1-3mm verwende ich einen einfachen Salatsieb. Dieser wird dann nochmal zu Powder gesiebt mit einem sehr feinen Metallsieb.



Der Siebvorgang wird dann mehrfach wiederholt. Ich habe mir die Prozedur 2x angetan. Am Ende erhalte ich ein sehr feines Powder welches spärlich als oberste Deckung, eine mittlere Körnung von 1-2 mm welche als Hauptbestandteil des Bodengrundes sowie eine sehr grobe Körnung von 4-5mm welche ebenfalls spärlich als unterste Schicht im Bodengrund verwendet werden wird.

Hinsichtlich der sehr teuren Aquarien-Soils wird sich zeigen ob der Akadama bezüglich Qualität der Wasserwerte sowie der Standzeit des Aquariums wirklich mithalten kann. Nach dem nicht umständlichen Sieben erhalte ich etwa 6kg groben, 7kg mittleren und in etwa 3kg feinsten Akadama für etwa 18€. Und bisher schlägt alleine das die momentan angebotenen Aquarium Soils um längen.