Sonntag, 31. März 2013

28. März 2013 - Cube Nr. 3

Heute ist es also dann soweit. Cube Nr. 3 wird aufgestellt. Diesmal ein 60l Cube von Dennerle den ich günstig im Forum erstanden habe. Nach langem Hin und Her wo und vor allem worauf dieser wohl platziert werden könnte war ja eigentlich schon festgestanden das hier nur ein Selbstbau in Frage kommt der im Osterurlaub realisiert werden würde.

Wie aber nun mal der Zufall immer so will bin ich heute morgen über ein Angebot des Hornbach Baumarktes in Fürth gestolpert. Hier wird der Juwel Lido 120 SB in weiß für nicht die üblichen € 69,- sondern nur heute für € 55,- angeboten. Also ehrlich, auch wenn es nicht der absolute Maßschrank und die allererste Wahl in Design ist für mich war so käme ich bei einem Selbstbau alleine mit den Materialkosten an diesen Preis heran.
Also gleich reserviert und am Abend nach der Arbeit abgeholt. Der Aufbau desselben ist im Übrigen mit etwas Erfahrung im "Aufbau schwedischer Möbel" absolut kein Problem. Alles passt und der Schrank ist auch ausreichend stabil.

Nun aber zum eigentlichen Cube. Dieser soll versuchsweise mit einem Bodenfilter betrieben werden. Angetrieben wird der Bodenfilter mit einer Aquael Circulator 500 die ich ja auch bereits in einem der 30l Cubes im Einsatz habe. Leistung sollte das kleine Ding jedenfalls genug haben.

Um eine möglichst gute biologische Filterung zu erreichen ist es wünschenswert den Bakterien eine möglichst große Ansiedelungsfläche zu bieten. Ich habe mich für Bonsai-Erde, sogenannten Akadama, entscheiden. Vor allem aber die wasserverändernden Eigenschaften dieses Boden machen ihn sehr interessant. So soll er dem Wasser ungewollte Karbonathärte entziehen und den Ph-Wert stark senken. Für den geplanten Besatz mit Bees sehr wünschenswert.

Der gesiebte und separierte Akadama wird erstmal in grober Körnung auf den Bodenfilter aufgebracht. Ich habe etwa 1,5-2cm eingebracht. Darüber kommt dann nochmal eine etwa 2-3cm dicke Schicht des feineren Granulats.


Dann wird erstmal testweise nicht aufgehärtetes Osmosewasser eingefüllt. Dieses hat im Ausgangszustand einen Ph-Wert von 7.2 und eine Leitfähigkeit von ca. 24µS. Der Karbonathärtetest gibt ca 1 dKH an.

Beim Befüllen wird ersichtlich das das Sieben am Vortag nicht die aller schlechteste Idee war. Das Wasser trübt sich sofort sehr stark ein.


Als kleinen Tipp bei dem Umgang mit Akadama würde ich das nächste mal mehr Aufmerksamkeit auf die Verunreinigungen mit Holzresten legen. Ich denke über die Einlaufphase werde ich mit diesen noch einige "Freude" haben. Ich hoffe nur das diese nicht zu stark gammeln.

Nun ist erstmal Feierabend. Morgen werden dann erstmal Wasserwerte getestet.



Kommentare:

  1. Hi !
    Habe diesen Akadama Bodengrund als Originalabfüllung aus Japan bekommen. Er war etwas vorgesiebt und in der Körnung 1-2 mm. Keine Frage, von der Optik her ist er ein Highlight nur weis ich noch nicht wie er sich auf Dauer zeigt. Habe genau das gleiche durchgemacht mit dem Staub und extra deswegen eine Mulmglocke modiviziert damit die leichten Körnchen im Aquarium bleiben und nicht im Eimer landen. Das Problem mit dem stieben habe ich nach 6 Wochen immer noch, keine Ahnung wann das aufhört. Erst wollte ich als sogenannten Staubsauger für den Boden ein paar Panzerwelse einsetzen was ich aber aufgrund der Staubentwicklung nun lieber nicht mehr tun werde. Als Besatz sind die "normalen" Sulawesi Algengarnelen gedacht die ja nun nicht so den Bodengrund "umgraben". Sicher werde ich das Ausgangswasser sehr viel mehr aufhärten müssen als wenn im Becken Bees schwimmen würden. Wollte es einfach mal testen wie die sich so entwickeln ...

    Hat da jemand Erfahrungen ?
    Gruß Axel

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  2. Hallo Axel,
    das 60er mit dem Akadama stand bei mir nicht lange und wurde durch das Ivar-Regal ersetzt. Generell war ich mit dem Akadama für Garnelen sehr zufrieden, für gründelnde Fische ist der aber definitiv nicht. Ein weiteres Problem war der Bodenfilter der sich sehr schnell zugesetzt hat. Ich würde für meine paar "Schau"-Becken wohl kein Akadama mehr verwenden. Für eine Zuchtanlage mit geeigneten Tieren die mit dem niedrigen pH-Wert zurecht kommen aber eine Kostengünstige alternative.

    Gruß
    Axel

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